Tag 1 – Aufstieg zur Hörnlihütte von Zermatt
Unsere zweitägige Matterhorn-Besteigung beginnt gegen Mittag am Bahnhof in Zermatt – auf Wunsch treffen wir uns auch direkt auf der Hörnlihütte. Nach einem Materialcheck und den letzten Vorbereitungen fahren wir gemeinsam mit der Gondelbahn zum Schwarzsee. Von dort wandern wir über blumenreiche Bergwiesen gemütlich bergan, bis der Weg zunehmend felsiger wird. Nach rund zwei Stunden erreichen wir die eindrucksvoll gelegene Hörnlihütte, wo wir uns auf den bevorstehenden Gipfeltag einstimmen und die Route bereits ein wenig studieren können.
Tag 2 – Aufstieg zum Gipfel und Abstieg nach Zermatt
Am nächsten Morgen starten wir noch in tiefer Nacht. Um 3:00 Uhr gibt es Frühstück, und wenig später steigen wir im Schein der Stirnlampen in die erste Felsstufe ein. Bald erreichen wir die Fixseile, an denen wir über steile, aber technisch leichte Kletterei weiter aufsteigen. Die Route folgt dem markanten Hörnligrat, der uns rund 1.200 Höhenmeter Klettergelände bietet – stets ausgesetzt, aber gut strukturiert. Nach etwa zwei Stunden erreichen wir das berühmte Solvay-Biwak, ein beeindruckender Rastpunkt auf 4000m Höhe. Von dort ist es nicht mehr weit aber steil: Über gut gestufte Felsen und unzählige gespannte Taue überwinden wir das Dach des Matterhorns und gelangen über Aufschwünge schon bald auf den Gipfel, wo sich das Panorama des Wallis in seiner ganzen Größe öffnet. Hier haben wir aber erst den halben Weg geschafft, denn der Abstieg ist aufgrund seiner technischen Schwierigkeit mindestens ebenso zeitintensiv wie der Aufstieg. Nach erfolgreicher Rückkehr auf der Hörnlihütte erfolgt dann eine wohlverdiente Stärkung und schließlich der Abstieg nach Zermatt oder auf Wunsch eine weiter Nacht auf der Hütte.
